Kunst im öffentlichen Raum beschränkt sich meist darauf, Kunstobjekte in einen Raum zu stellen. Somit ist auch das Erleben von Kunst Betrachten ohne echte Einbindung des/der Betrachtenden, und fast möchte man meinen, dass Kunst etwas vom Betrachtenden Losgelöstes ist.
Der ‘kunstraum_sumpfhahn’ soll viel mehr leisten. Zum einen ist er Galerie und Raum für Performance, zum anderen interaktiver Raum in jeder Hinsicht. Schon seine Entstehungsgeschichte spiegelt dies wieder, und durch seinen Standort [Koloniestrasse 38/Wedding] wird bewußt ein Statement gegen herkömmliches, vom Betrachtenden abgehobenes Kunsterleben gesetzt. Von Beginn an wurde der ’sumpfhahn’ von den KiezbewohnerInnen als sozialer Ort wahrgenommen. Unter Mithilfe vieler BewohnerInnen entsteht gerade Raum, wo nicht nur eigene [künstlerische] Ideen umgesetzt werden können, sondern wo auch ein Kiez-Treffpunkt im Entstehen begriffen ist.
Schlagworte: Bildende Kunst, Kunst, Medienkunst